Es regnet schon wieder – unterwegs mit Classic Chrome

„Lass uns mal ein paar Schritte rausgehen, bevor der nächste Schauer kommt!“ – Was nimmt man im Regen mit zum Fotografieren an der Fujifilm X-T2? Das Fujinon XF35mmF2 R WR.

Entstanden sind so auf dem Spaziergang bei Regenwetter einige Fotos von Feld und Wald in der nahen Umgebung mit der Fujifilm-JPEG-Entwicklung „Classic Chrome“. An der Kamera waren die folgenden Einstellungen zur Belichtung hinterlegt: Lichter +1, Schatten +2, Farbsättigung +1, Schärfe +2, Weißabgleich Auto, Empfindlichkeit auf Auto-ISO (obere Limitierung bei ISO 12800).

Die Aufbereitung der JPGs aus der Kamera erfolgte wie immer in Lightroom CC. Die Bildausschnitte wurden hierin neu festgelegt, wobei die Längsseite bei allen Aufnahmen unverändert blieb und lediglich die kurze Seite reduziert wurde, um so ein Panorama-Format zu imitieren. In den Feldbildern wurde der düstere, wolkenverhangene Himmel ein wenig akzentuiert, sodass eher der Eindruck einer herbstlichen Stimmung entsteht als ein Abbild des Hochsommers im August. Im übrigen wurden bei allen Fotos in Lightroom die Regler „Klarheit“ und „Dunst entfernen“ leicht angehoben, um den Bildern etwas mehr Plastizität zu verleihen. Nur in Einzelfällen erfolgte ein Belichtungsausgleich bzw. eine Teilbelichtungskorrektur oder Anhebung der Farbsättigung. Die Mehrzahl der Bilder behielt die ursprüngliche Farbgebung der JPGs aus der Kamera.

Obwohl das 35mmF2 erfahrungsgemäß nicht besonders geeignet ist für Aufnahmen in Nahdistanz, finden sich dennoch solche Motive in der Bilderserie, weil ich prüfen wollte, ob sich die Weichheit der Objektivzeichnung bei Nahaufnahmen gezielt durch entsprechende Lightroomkorrekturen ausgleichen lässt. Bei genauer kritischer Betrachtung erkennt man aber, dass die Nachbearbeitung mit Lightroom dieses Defizit nicht immer ausgegleichten kann. So verlockend es ist, das kleine, leichte, mit O-Ringen abgedichtete und im Autofokus sehr leise und schnelle Objektiv als „Immer-drauf-Festbrennweite“ einzusetzen, für den gehäuften und gezielten Einsatz im Nahbereich ist es weniger gut geeignet.

 

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