Magdalenenfest

Der Magdalenengarten ist eine ehemals barocke, im Krieg zerstörte und anhand alter Pläne ab 2003 wiederangelegte Gartenanlage zentrumsnah in Hildesheim. Der zentrale Hauptteil ist als Rosengarten konzipiert, an dem sich zunächst eine Streuobstwiese und in der folgenden Hanglage ein kleiner Weinberg anschließt.

Das Magdalenenfest wird seit etwa 2008 im Magdalenengarten als Verkaufsausstellung rund um den Garten jährlich Mitte Juni veranstaltet. Nach den Entwicklungen der letzten Jahre bin ich mir nicht sicher, was dem ursprünglichen Konzept mehr Abbruch leistet, ein verregneter Juni, der dem Garten die Rosenpracht nimmt oder die zunehmende Jahrmarkt ähnliche Kommerzialisierung. Von dem diesjährigen Magdalenenfest waren wir wegen letzterem jedenfalls mehr enttäuscht wieder heim gekommen.

 

Fujifilm X RAW Studio – Fuji-RAW, eine unendliche Geschichte?

Nun habe ich einige der Fotodateien vom Magdalenenfest 2017 herangezogen, um Ergebnisse des X RAW Studios (eine kürzlich von Fujifilm veröffentliche Software – zunächst nur für Mac-OS) zu veranschaulichen. Die Fähigkeiten der heutigen RAW-Konverter in der Fuji-RAW-Entwicklung (insbesondere von Lightroom) werden weiterhin z.T. kontrovers diskutiert. Von daher waren an das X RAW Studio große Hoffnungen geknüpft. Gleich vorne weg: bei diesem Programm handelt es sich nicht um einen klassischen RAW-Konverter, der hochauflösende Bilddateien im TIFF- oder DNG-Format generiert. Es ist vielmehr ein Fuji eigener JPG-Entwickler (lediglich die GFX kann ihre RAW-Dateien in TIFFs umwandeln), der die Kamera interne Software (Rechner und X-T2 werden durch ein USB-Kabel verbunden) zur Umwandlung benutzt. So ist es aber dennoch rasch und unproblematisch möglich, die vorhanden RAW-Dateien nachträglich mit Hilfe dieses Programmes in JPGs mit den Fuji eigenen Film-Simulationen umzuwandeln. Das gelingt gut (besser als mit Lightroom), mehr aber auch nicht.

 

In den 4 folgenden kleinen Fotogalerien, die dem direkten Simulationsvergleich dienen sollen, sind in derselben Reihenfolge enthalten: Provia Standard, Provia lebendig, Astia weich, Classic Chrome, PRO Neg. Hi, PRO Neg. Std, SW+Rot-Filter, Sepia. Auf die Acros-Simulation habe ich in dieser Gegenüberstellung verzichtet, weil sie die am häufigsten auf dieser Webseite verwendete SW-Filmsimulation ist und daher bereits viele Bildbeispiele hierzu vorliegen. Weitere Details sind der Webseite von Fujifilm „Welt der Film-Simulationen“ zu entnehmen. Die dazwischen gelagerten Einzelfotos enthalten verschiedene Filmvarianten; X RAW Studio wurde hier teils zur Belichtungskorrektur benutzt. Ansonsten wurden alle JPG-Entwicklungen mit den identischen Parametern angefertigt: Lichter -1, Schatten +2, Farbsättigung 0, Schärfe +2, Rauschreduktion -2, Farbraum sRGB; eigentlich eine Einstellung wie ich sie für akzentuierte SW-Bilder in ACROS benutze und weniger geeignet, um leichte, sommerliche Eindrücke einzufangen. Dennoch ist an diesen Vergleichen zu erkennen, dass Fujifilm nicht einfach nur die Farbgebung, sondern viel differenzierter auch Kontraste, Lichter-Schatten-Verteilung, selbst Schärfe und eine gewisse Kornstruktur modifiziert. Tatsächlich könnte man wie früher einen „Film einlegen“, ihn z.B. „pushen“ und somit direkt aus der Kamera (im modernen Sprachgebrauch: DOOC) fertige Bildergebnisse produzieren, die keine oder nur wenige Nacharbeiten erfordern.

 

 

 

 

 

X RAW Studio: Benutzerprofile und Stapelverarbeitung

Nach Profilerstellung in X RAW Studio für eine neue JPG-Entwicklung gelingt anschließend mittels Stapelverarbeitung eine rasche Modifikation der ursprünglichen RAW-Dateien, um – wie in diesem Fall in ASTIA weich – den Bildern eine hellere sommerliche Anmutung zu geben. Die Einstellungsparameter wurden im Profil geändert auf: Lichter +1, Schatten 0, Farbe +1, Schärfe +3, Rauschreduktion -2, Farbraum sRGB. Zudem wurde die Belichtung einzelner Fotos um +1/3 EV in X RAW Studio angehoben. Allerdings erforderte dies eine leichte Anpassung bei der Vorbereitung für die Webpräsentation in Lightroom Classic CC. Die ausgefressenen Lichter mussten etwas zurückgenommen werden, zudem wurden dominante Himmelsanteile durch die neue Bereichsmaskenoption korrigiert.

 

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