Saraber in Goslar

Ohne Fotodisc keine Finetta –

Peter Saraber, ein in den Niederlanden geborener Ingenieur entwickelte 1947 zusammen mit einem ehemaligen Voigtländer-Ingenieur eine Kleinbild-Sucherkamera, die Finette. Sie wurde 1948 auf den Markt gebracht. Produktionsort waren die „Finetta-Werke Peter Saraber“, die im Bereich der Domkaserne in Goslar untergebracht waren. 1949 musste die Finette aus urheberrechtlichen Gründen in Finetta umbenannt werden. Das Produktionsende der Finetta (Version I bis IV) war 1950. 1952 erschien die Finetta „super“. Im Jahre 1954 kam dann die Finetta 88 auf den Markt, deren Objektiv erstmals gewechselt werden konnte. Die Finetta 99 (in den USA hatte sie die Bezeichnung Ditto 99), ebenfalls eine Kamera für Wechselobjektive, wurde in den Jahren von 1950 bis 1954 verkauft. 1957 musste Saraber nach etwa 100.000 produzierten Exemplaren aus Konkursgründen das Kamerawerk in Goslar schließen.

Finetta-Sammlung

Da es sich bei den Finettas nur um eine kleine Kamera-Serie handelt, schien es mir als langjähriger Goslarer realistisch, diese Vintage-Kamera-Sammlung zusammen zu suchen. Allerdings wäre ich ohne die tatkräftige Hilfe von Fotodisc in so kurzer Zeit nicht soweit gekommen. Die vorliegenden Exemplare sind nach den ersten Trockenversuchen funktionsfähig.

Finetta IV

Finetta „super“

Finetta 88

Finetta 99 (Ditto 99)

Dieses Exemplar fehlt leider noch in der Sammlung. Wer ein Exempar verkaufen möchte, kann sich daher gerne bei mir mit einem realistischen Preisvorschlag melden. Mondpreise von z.B. 299 € für Exemplare, die ausschließlich als Ersatzteillager dienen können (wie sie aktuell in der eBucht angeboten werden), sind indiskutabel.

FInetar

Die Ojektive der Finettas hatten die Bezeichnung Finetar.

Impressionen meiner kleinen Finetta-Sammlung

Alle Aufnahmen entstanden mit der Fujifilm X-T2 und dem Fujinon XF50mm F2 R WR. Zur Beleuchtung wurde ein Blitz-Set der Firma Godox eingesetzt, das aus einem X1T-F, je einem TT685-F (direkt über einem Beauty dish) und  TT350-F (indirekt über Silberreflektor) bestand. Alle Aufnahmen wurden als RAW-Datei in Lightroom CC Classic entwickelt und teilweise in der NIK-Software Silver Efex Pro in SW-Bilder konvertiert.

Linksammlung

http://www.cjs-classic-cameras.co.uk/finetta/finetta.html

http://www.ukcamera.com/classic_cameras/Kamerahersteller/finetta.htm

http://www.goslarer-geschichten.de/showthread.php?17-Finetta-Werke-Peter-Sarab%E8r

http://camerapedia.wikia.com/wiki/Finetta

https://www.k-h-photo.de/Kameramuseum/Deutschland/Saraber%20Goslar%20%28Deutschland%29/kameramuseum.html

http://www.goslarer-geschichten.de/attachment.php?attachmentid=16536&d=1496767984

YouTube-Video zur Finetta III

2 comments

  1. Hallo Siegfried,
    sehr ansprechende Fotos von Deiner – vorerst noch kleinen – Sammlung an Sarabèr ‚Finetta‘ Kameras. Auch für einen nicht gerade ausgesprochenen Photographica Sammler wächst natürlich das Interesse an solchen alten, analogen Schätzchen wenn man z.B. eine Beziehung zu dem Geburtsort sprich Herstellungsort hat, wie in Deinem Fall zu Goslar. – Mir geht es (als jemand, der nach Hessen gezogen ist) ähnlich mit Leidolf-Kameras aus Wetzlar. Nur dass in dem Fall die ‚Artenvielfalt‘ um einiges größer ist als bei der der Firma ‚Finetta-Werke Peter Sarabèr. –
    Und das mit der Finetta 99 (oder Dito 99) kriegen wir auch noch hin…;-)

    Beste Grüße aus Frankfurt/Main,
    -fotodisc-

    Antworten

  2. Hallo Herr Müller,
    …schöner Anfang!
    Nach meiner Überzeugung gehört die „Grisette“, Dr. Eulitz Harzburg wegen der Ähnlichkeit der Kamerafront auch dazu! Ist die Konstruktion eventuell auch von Sarabér?
    Ich besitze zwei „Finetta 99“, leider ist bei beiden der Verschluss defekt, und meine Reparateur hat sie mir unrepariert zurückgegeben. Gibt es eine Patentschrift, aus der die Funktion ersehen werden kann?
    Beste Grüße
    Klaus Bender

    Antworten

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