Sarabèr Goslar – Finetta 99

Etwas unerwartet wurde in kurzer Zeit meine Finetta-Sammlung um 2 Exemplare erweitert. Beide sind aus der 99er Serie, entstammen aber unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Die Ältere ist mit einem Objektiv aus der Finetar-Reihe ausgestattet, das neuere Modell ist mit einem Finon versehen. Zudem steckt in seinem Blitzschuh ein Watameter-Entfernungsmesser.

Die Erhaltungszustände sind ganz verschieden. Das ältere, noch ungereinigte Modell ist nicht nur äußerlich etwas heruntergekommen, sondern die Funktion lässt sich auch nicht mehr mit einem vertretbaren Aufwand wieder herstellen. Zum einen ist die Feder des Aufzugsmotors defekt und zum anderen ist ein Seilzug des Tuchverschlusses gerissen, so dass die verrosteten Nahtstellen etwas klaffen. Dafür ist die Ledertasche mit dem darin enthaltenen skurrilen Blitzreflektor recht einmalig. Das neuere 99er Exemplar ist dagegen in seiner Optik und der Funktion tadellos und stellt ein echtes Schmuckstück dar. Die ersten fotografischen Gehversuche mit diesem Oldtimer sollen demnächst in einer freien Stunde erfolgen.

Alle folgenden Aufnahmen sind – wie üblich – mit dem Godox-Blitzsystem entstanden. Anfangs hatte ich versucht, nur mit einer Blitzvorrichtung, nämlich dem Foto-Dish auszukommen. Letztlich musste ich, um die optische Plastizität zu gewährleisten, die Beleuchtung durch eine Softbox erweitern. Homogen ausgeleuchtete Produktfotos im Lichtzelt finde ich „seelenlos“ und langweilig. Sie sind allenfalls für eBay-Anzeigen zu gebrauchen. In einem Fotoblog sind sie dagegen fehl am Platz. Die TTL-Blitzlichtmessung über die X-T2 funktionierte wieder tadellos. Lichtvariationen erforderten lediglich verschiedene Positionen der Blitzeinheiten. Bei nahezu allen Aufnahmen wurde ein Kamera-Stativ eingesetzt. Die Entfernungseinstellung lag oft an der Nahgrenze des verwendeten Objektives (Fujinon XF50mm F2 R WR). Alle Raw-Dateien wurden in Lightroom verarbeitet. Die Farbtreue wurde durch den Einsatz eines Color-Checkers sicher gestellt. Um die Ladezeiten der Bilder auf dieser Webseite möglichst kurz zu halten, wurden die fertig entwickelten JPGs mit einer Kantenlänge von 1600 Pixel und einer Qualiät von 69% aus Lightroom exportiert.

Die Objektivbeschriftung des Finon-Objektives gibt nun auch Aufschluss über die Schreibweise von Peter Sarabèr, dessen Familie wohl ursprünglich dem Französischen entstammt.

 

Finetta 99, ungereinigt und leider funktionslos

 

Finetta 99, ein glänzendes Schmuckstück

 

Artikel aus der Goslarschen Zeitung

Herr Meier von Meiers Fotobörse in Hildesheim hatte mir gestern hierzu einen älteren Artikel aus der Goslarschen Zeitung gegeben, den ich hier zum Download bereitstelle: Saraber_Finetta_Goslar.PDF.

 

Linksammlung

http://willi-wilhelm-bornheim.de/wp-content/uploads/2013/06/PhC_55_Federwerk.pdf

http://www.goslarer-geschichten.de/showthread.php?17-Finetta-Werke-Peter-Sarab%E8r/page3&highlight=Finetta

http://www.kameramuseum.de/index.htm

http://camerapedia.wikia.com/wiki/Finetta

http://www.ukcamera.com/classic_cameras/fin1.htm

http://www.collection-appareils.fr/x/html/page_standard.php?id_appareil=10895

 

Alte Finetta-Werbung

Quelle: goslarer-geschichten.de – Finetta Werke Peter Sarabèr

 

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