Auf dem Lande in Everode

Am Sonntag, dem 13.05.2018 waren wir mal wieder auf dem Lande. Wir haben den Waldgarten in Everode besucht. Everode ist ein Ortsteil der Gemeinde Freden und liegt südlich von Alfeld am Ausläufer des Sackwaldes, einem Höhenzug des Leineberglandes sowie nah am reizvollen Leinetal.

Die kurvenreiche Fahrt vom Despetal bei Sibbesse ins Leinetal bei Freden ist etwas für eine Cabrio- oder Motorradtour oder aber etwas für Rennradfahrer, die uns an diesem Sonntag zahlreich auf ihrer Niedersachsenrundfahrt entgegen gekommen waren. Die kleinen Straßen führen durch eine idyllische, hügelige Landschaft, in der sich Felder mit Waldgebieten abwechseln. Das im kräftigen Grün sprießende Getreide gibt der Landschaft eine weiche, wogende Sanftheit – das Grün immer wieder unterbrochen durch das leuchtende Gelb des Raps. Eine Idylle, die für den modernen Menschen schon fast „am Rande der Welt“ liegt. Aber gerade bei einem Sonntagsausflug gilt „der Weg ist das Ziel“.

Wir hatten den Bauernhof des „Ingenieurs, der ein Bauer wurde“ oder des „Aussteigers, der einem Aussteiger eine Chance gibt“ (Zitate der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung aus den Jahre 2015 und 2017) schon einmal vor 2 Jahren besucht. Der Waldgarten Everode bietet Gemüse aus dem Leinebergland im Direktvertrieb an. Man kann dort im Frühjahr selbst gezogene Pflanzen kaufen und man findet dort auch immer mal wieder eine selten gewordene Obst- oder Gemüsesorte, wobei der „Waldgarten“ selber eine eigentlich längst vergangene, urwüchsige Mischung von verschiedenen Obstbäumen mit anderen Obstbüschen und Gemüsepflanzen darstellt.

Für mich ein Anlass, das Zenzanon PS 80 mm / f 2,8 an der 6×6 Mittelformatkamera vom Typ Zenza Bronica SQ-A mit dem Portra160 zu testen. Einfache ländliche Motive sollten Farbdifferenzierung des Filmes sowie Feinzeichnung des Objektives aufzeigen. Durch die zwischenzeitlichen Pfingstfeiertage hat sich die Bearbeitung durch meinfilmlab.de etwas in die Länge gezogen. Und was kam bei raus? Wieder ein Lichteinfall, kaum wahrnehmbar, aber an einer unerklärlichen Position in der Bildreihenfolge des Negativfilmes – Anlass für weitere Nachforschungen…

Zumindest bin ich diesmal mit der Belichtung zufrieden. Die externe Belichtungsmessung wie auch die Übertragung der Messwerte auf die Kamera sind nahezu gewohnt. Die Objektivleistung bietet keinen erkennbaren Grund zur Beanstandung. Das Fotografieren mit so einer großen und schweren Kamera hat durch das langsame, konzentrierte Arbeiten fast etwas meditatives – nur unterbrochen durch den laut knallenden Spiegelschlag der Kamera; was sie für diskrete Fotografie ungeeignet macht.

Die JPG-Dateien des eingescannten Negativfilmes wurden lediglich auf eine Kantenlänge von 2000 Pixeln skaliert und auf 69% komprimiert. Ansonsten wurden die JPGs nicht weiter modifiziert.

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