Der Himmel über Baccenrode

Oder: das weiße Grün von Marienrode.

Kurz vorweg für diejenigen, die nicht aus Hildesheim stammen. Es ist wieder Wikipedia, das die Begriffsverwirrung „Baccenrode – Marienrode“ aufklären kann mit seinem Artikel über das Kloster Marienrode. Das Wortende „-rode“ in Ortsnamen kennzeichnet einen Rodungsnamen. Details zum heutigen Kloster sind der Webseite des Klosters Marienrode zu entnehmen. Auf YouTube habe ich zudem ein kurzes Video über die Benediktinerinnen gefunden, das einen kleinen Einblick in das heutige Klosterleben gibt. Der Ort Marienrode ist – zusammen mit Neuhof und Hildesheimer Wald – ein ländlich geprägter, eher lose zusammenhängender Stadtteil von Hildesheim, wenige Kilometer südwestlich der eigentlichen Stadt. Von Diekholzen aus ist es nur ein Katzensprung hierher, so dass wir uns immer wieder einmal in die Felder um das Kloster Marienrode herum zu einem Spaziergang aufmachen.

Die aufkommenden losen Kumuluswolken an dem ansonsten strahlend blauen Himmel hatten mich auch heute kurz nach dem Mittag raus ins Feld um Marienrode gelockt. Das Korn auf den Feldern war schon üppig in die Höhe geschossen und bot zusammen mit den Baumalleen an den Straßen und Feldwegen sowie den lang gezogenen, großen Feldhecken eine Vielzahl von Grüntönen, die ich ein weiteres Mal mit einem Infrarot-Filter fotografisch einfangen wollte. Anderswo waren solche landschaftlichen Strukturen der Flurbereinigung in den 60ger und 70ger Jahren zum Opfer gefallen.

Je nach Helligkeit und Art des Lichteinfalles kann sich das Pflanzengrün bei der Infrarotfotografie als ein Weiß oder Hellgrau darstellen. Das sich zumeist dunkler abzeichnende Himmelsblau wird aufgelockert durch die weißen Haufenwolken.

Wiederum wurde der Hoya Infrarot-Filter R72 67 mm an das Fujinon 16 mm / f 1,4 geschraubt, das seinerseits an die Fujifilm X-T2 montiert wurde. Der große, klare und helle elektronische Sucher (EVF) der X-T2, der gut durch seine Augenmuschel gegenüber dem blendenden Umgebungslicht abgeschirmt wird, war letztlich der entscheidende Vorteil der X-T2 gegenüber der X-Pro2. Den ISO-Wert habe ich auf 400 eingestellt, um die Belichtungszeit kürzer zu halten und um weniger Bewegungsartefakte in den Bildern zu produzieren. Alle Aufnahmen entstanden mit Hilfe eines Statives. Neben der manuellen Fokussierung wurde auch der Autofokus mit verschiedenen Einstellungen (Einzelfeld, Mehrfeld) ausprobiert, der trotz des recht dunklen Filters tadellos funktionierte.

Die Dateigröße wurde beim endgültigen Export aus Lightroom für das Web auf 1800 Pixeln für die lange Kante festgelegt. Der Kompressionsgrad betrug 69%.

Aufnahmen, die ausschließlich als RAW-Dateien eine Grundbearbeitung in Lightroom erfahen haben:

Nach der Grundbearbeitung in Lightroom weiter in Silver Efex Pro modifizierte Raw-Dateien im 16:9-Format:

 

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