Nagelschmiede

Früher Nagelhütte.

An dem Restaurant Nagelschmiede gelangt man linker Hand vorbei, wenn man auf dem Weg in das Ilsetal im Harz bis zum letzten Parkplatz hochfährt; bevor man dann nur noch ausschließlich zu Fuß weiter kommt. Das Gebäude ist eine alte umgebaute Nagelhütte, die 1725 mit Hilfe von Wasserkraft aus dem aufgestauten Ilseteich ihre Arbeit aufnahm. Bei der Rückkehr von einer Tour in das Ilsetal oder zum Brocken bietet sich hier eine einladende Einkehrmöglichkeit, die wir auch praktisch jedesmal nutzen. Beim letzten Besuch war es schon dunkel als wir von einer kleinen Fußwanderung aus dem Ilsetal zurückkehrten. Deswegen hier die abendlichen Aufnahmen aus der X-Pro2 mit dem 23er Fujicron, entwickelt wiederum in Exposure X4. Das angewandte SW-Preset ist diesmal eine Simulation des Kodak Panatomic-X, ein alter (bis 1987 hergestellt) feinkörniger, panchromatisch abgestimmter SW-Film mit ISO 32.

Die RAW-Dateien der X-Pro2 wurden wie (von Lightroom) üblich in Exposure X4 entwickelt. Es wurde mit der Standardeinstellung von Lightroom (Amount 40, Detail 25) geschärft. Die Ausgabeschärfung beim Export für das WEB wurde allerdings (entgegen Lightroom) auf „low“ gesetzt. Die Einstellung der Export-JPGs beträgt (wie üblich) 1600 Pixel für die lange Kante und 69% für die Qualität. Die ISO-Werte lagen zwischen minimal 1600 und maximal 8000.

Lightroom Classic CC versus Exposure X4

Von Michael Schnabl habe ich erstmals in der Zeitschrift FujiLove Quarterly und zwar in der 2. Ausgabe gelesen. Es handelte sich um ein längeres Interview über Porträtfotografie, wobei die angeführten Bildbeispiele seine markante Bildsprache verdeutlichten. Auf der Webseite fotopraxis.at ist nachzulesen, mit welcher Software und Technik er die Bildentwicklung durchführt. Im September 2018 hat er ein langes ausführliches Video auf YouTube veröffenlicht, in dem er an eigenen Bildbeispielen Vergleiche der Entwicklung von Fuji-RAW-Dateien (aber auch Canon-RAW) zwischen den aktuellen Versionen von Lightroom und Exposure anstellt. Für Fuji-Fotografen sind hier wertvolle und anschauliche Informationen über die z.T erheblichen Unterschiede in der RAW-Darstellung/-Verarbeitung zwischen den beiden RAW-Entwicklern zu entnehmen. Dies betrifft die allgemeine Schärfe der dargestellten RAW-Dateien in der Standardeinstellung, die Würmchenbildung in Lightroom bei Anhebung des Schärfereglers und den Umgang mit dem Bildrauschen. Insbesondere die Würmchenbildung und die (verblüffende/irritierende) allgemeine Unschärfe der abgebildeten RAW-Dateien in Lightroom entsprechen meinen Beobachtungen. Dagegen waren mir die geschilderten Unterschiede zwischen beiden modernen Programmen in der Verarbeitung des Rauschens noch garnicht so bewusst geworden.

 

 

Nachtrag vom 19.12.2018

Heute habe ich erstmals den BenQ-Monitor an das MacBook angeschlossen und mir die in diesem Beitrag präsentierten Fotos in voller Größer des 27-Zollers angeschaut und war doch bestürzt (weil ich die Qualität des kleinen 13 Zoll Retinadysplays überschätzt habe), um wieviel besser die Bilder im Großen zu beurteilen sind. Unschärfen, die ich zuvor nicht erkannt hatte, wurden mit einem Blick offensichtlich. Auch zeigten sich sofort die (kleinen) Stellen in den Bildern mit ausgefressenen Lichtern, die ich zuvor allenfalls erahnt hatte. Desweiteren hatte ich auch jetzt wieder den Eindruck, dass ich am kleinen Notebook-Monitor die abschließende Schärfung etwas übertreibe. Insgesamt macht aber der noch immer unkalibrierte Monitor unter Win7 (über HDMI) und MacOS (über Dysplayport)bisher einen guten Eindruck. Nach der Prüfung der entwickelten Aufnahmen in Exposure X4 habe ich hiervon eine kleine Auswahl von Farbbildern selektiert und simultan in Silver Efex in SW konvertiert. Hierzu benutzte ich eine meiner favorisierten („hohe Struktur – weich“) Vorgaben. Das zuletzt in Exposure bearbeitete bzw. im Viewer betrachtete Foto wurde in Silfver Efex zu dem Referenzbild, an dem alle Einstellungen getroffen wurden. Beim abschließenden Speichern hat Silver Efex alle selektierten Bilder im Stapel umgewandelt und an Exposure zurückgegeben – recht praktisch.

Die so erzeugten Bilder habe ich am Ende dieses Blogeintrages noch einmal als JPG in einer kleinen Galerie zusammengefasst, um damit aufzuzeigen wie mächtig und hervorragend einige Presets in Silver Efex auch heute immer noch sind. Insbesondere dieser SW-Stil bleibt einer meiner Favoriten, den ich auch in Zukunft nicht missen möchte – was die satte Tiefe des Schwarz und die Homogenität des Graustufenverlaufes anbelangt.

 

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