Vintage ist angesagt

oder Altglas wird modern.

Jeder, der irgendwie der Fujifilm-Faszination erlegen ist, wird bei seinen Recherchen auf den dänischen X-Fotografen Jonas Rask stoßen, der schon früh an seinen Fujifilm-Kameras mit APS-C-Sensoren verschiedene alte Objektive ausprobiert hat (Liste 1).

Neben den mit hervorragenden Bildern ausgestatteten Blogbeiträgen von Jonas Rask habe ich auf der Webseite und insbesondere dem sehenswerten YouTube-Kanal von Rüdiger Schestag zusätzliche Informationen zum Gebrauch alter Objektive an den modernen Fujifilm-Kameras gefunden (Liste 2).

Andere Blogger beziehen sich explizit auf Jonas Rask als Ideengeber und schaffen z.T. betörende (Nah-)Aufnahmen mit alten Optiken, wie z.B. Martin Wolfert mit dem Helios 44-2 (Liste 3).

 

Nikon AI Lenses to Fuji X Camera Mount Adapter

Was habe ich mir also kurz vor Weihnachten gegönnt? Einen Objektivadapter von der Firma K&F Concept, um meine alten Nikon-Objektive an dem Fujifilm X-Bajonett zu befestigen (für unter 25 €) und um so mit meinen ersten eigenen Vintage-Versuchen zu starten. In Liste 4 sind einige Webadressen verschiedener Objektiv-Adapter aufgeführt.

 

Eigene Vintage-Aufnahmen mit Nikkor-Objektiven

In der folgenden Bilderserie stelle ich einige der Aufnahmen in Farbe ihren SW-Versionen gegenüber. Alle Fotos wurden aus den RAW-Dateien in Lightroom Classic CC entwickelt. Es wurden also keine JPG-Dateien aus der Kamera verwendet. Die SW-Entwicklungen erfolgten daraufhin in der NIK-Software Silver Efex Pro. Die erste Aufnahme in der Serie wurde mit dem Fujinon 56 mm 1:1.2 angefertigt, um zum einen eine Übersicht für die spätere Ausschnitte zu geben und um andererseits mit Hilfe der Farbkarte eine nahezu einheitliche Farbentwicklung zu ermöglichen. Bei dieser Übersichtsaufnahme wurde allerdings das Fujinon auf Blende 4.0 abgeblendet, wogegen alle Nikkor-Aufnahmen bei offener Blende erfolgten. Alle Bilder in dieser Serie werden in der maximalen Abmessung von 2400 x 1600 präsentiert, um größere Detailansichten zu ermöglichen. Die endgültige JPG-Umwandlung erfolgte aus Lightroom heraus mit einer mittelgradigen Schärfung für die Webseite. Natürlich mussten alle Fotos mit den Nikon-Objektiven manuell fokussiert werden. Dies gelang in bewährter Weise mit den Kamera eigenen Fokussierhilfen. Als Nahaufnahmen waren Verwacklungsunschärfen, trotz der Belichtungszeit von 1/250s und der Blitzbeleuchtung, nur mit Hilfe eines Statives zu vermeiden.

 

 

Abschließende Frage: ist das etwas für meine Alltagsfotografie? Eindeutig nein, aber für ein weiteres Experimentierstündchen würde ich den Adapter und die beiden Nikkore sicher noch einmal hervorholen.

 

 

Liste 1 – Jonas Rask:

 

Liste 2 – Rüdiger Schestag:

 

Liste 3 – Martin Wolfert:

 

Liste 4 – Adapter:

 

 

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