Softcover und Kalender

PosterXXL.

Vor gut 2 Wochen sah ich auf YouTube das Video von Maik Kroner über seine Erfahrung mit einem Softcover Fotobuch im Format 20 x 20 cm von PosterXXL. Zuvor hatte ich gelegentlich von ihm die lohnenswerte Serie „Vorher – Nachher“ (Ausgabe 7) angeschaut. In den letzten Jahren bestellte ich, nachdem ich aufgrund weniger guten Erfahrungen den Marktführer mit dem leuchtend roten Logo verlassen hatte, solche Projekte bei Blurb und war in technischer Hinsicht immer sehr zufrieden. Der hohe Listenpreis (es gibt häufiger Angebote mit 30-40% Nachlass), die lange Lieferzeit (in Europa von Amsterdam oder London aus) und letztlich auch die happigen Versandkosten haben mich immer nach einer Alternative schielen lassen. Von daher habe ich nach Kroners Empfehlung gerne das Feiertagsangebot von PosterXXL ausgenutzt und 3 Buchexemplare einer Aufnahmeserie zum direkten Vergleich bestellt.

Softcover Fotobuch:

Die Qualität vom Papier und Fotodruck haben mich bei diesen 3 Exemplaren von PosterXXL überzeugt. Wie Blurb war auch PosterXXL in der Lage, eine konstante Qualität bei allen gelieferten Exemplaren einzuhalten. Die Durchzeichnung, die Farben auch die Schwarzwerte vom Hochglanz-Cover und Fotoseiten waren gut. Die Papierdicke ist bei Blurb mit 148 g/m² etwas geringer als bei PosterXXL (170 g/m²), was ich aber nicht als wesentlich ansehe. Im direkten Vergleich scheinen bei Blurb die Farben klarer und die Auflösung geringfügig höher zu sein (möglicherweise aber aktuell durch die dunklen Motive mit höheren ISO-Werten bedingt). Hatte ich früher wiederholt beim Markführer mit verschiedenen bestellten Bücherexemplaren (sowohl bei Seidenglanz und mattem Papier) jeweils andere Farbgebungen (teils „grauenhafte“ Farbstiche) erhalten, so ist die Konstanz der aktuellen Ergebnisse um so bemerkenswerter. Die auf der hochglänzenden Hülle sichtbaren geschwungenen Linien sind Reflexe vom Glasdach und kein Fehler in der Produktion.

Text

Ungeschlagen bleibt Blurb, wenn ein aufwändiges Layout mit umfassenden Textanteilen bewältigt werden muss. In dieser Hinsicht kann die rudimentäre Software von PosterXXL nicht konkurrieren mit der Buchfunktion von Adobe Lightroom, der Standallone-Software von Blurb oder dem Plugin für Adobe Indesign (auf das Plugin für Affinity Publisher warte ich lange vergebens).

Logo

Was mich beim Marktführer besonders gestört hatte, war das unverhältnismäßig große, leuchtend rote Logo neben dem Barcode auf dem letzten Blatt des Buches, das nicht abgewählt werden durfte. Bei Blurb konnte man bereits früh wählen, ob das Buch ohne Logo oder mit einer kleinen dezenten, blauen Ausführung gedruckt werden sollte. Bei PosterXXL sind wie bei den anderen Anbietern die Barcodes eingedruckt – ein Logo fehlt erfreulicherweise vollständig.

XXL-Kalender:

Ich hatte bisher noch nie einen Kalender mit Fotos aus meiner Sammlung erstellt. Da für 2021 leider nicht mehr – wie zuvor jedes Jahr – ein Kalender für das Arbeitszimmer mit dem Namen „Der lange springende Punkt“ zu erhalten war, machte mich das Angebot für einen XXL-Kalender neugierig. Die Oberflächenqualität des erhaltenen Kalenders hat mich dann von der Haptik, der Oberflächenqualität und von den Grautönen (wirkt etwa wie eine Selentonung) nicht vollends übezeugt, wenngleich ich aber die Gesamtwirkung mit hoher Dichte der Schwarzwerte dennoch gelungen finde. Beeindruckend ist die weite Durchzeichnung der dunkel-grauen Bildabschnitte.

Reproduktion:

Bei allen Einschränkungen der Buch- und Kalender-Wiedergabe durch ein Smartphone, bestätigt sie doch im Kern die Qualität der Exemplare. Um Reflexe des seidenmatten Papieres etwas zu reduzieren, wurden die Klarheit der JPGs innerhalb von C1 gesteigert und die Tiefen abgesenkt.

 

 

 

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