Film Simulation Recipes

Classic Monochrome.

Wir wollten bei unserem Sonntagsspaziergang möglichst lange in der Sonne sein, deswegen hatte ich meiner Frau einen kleinen Rundweg an der „Schwarzen Heide“ zwischen Diekholzen und Söhre vorgeschlagen. Auf dem Kammweg hat man einen schönen Ausblick zu beiden Seiten, einmal in Richtung Südwesten zum Hildesheimer Wald und nach Nord-Osten zum Innerstetal und mit Blick auf Hildesheim. Womit ich nicht gerechnet hatte war, dass so viele Andere die gleiche Idee hatten. Zumindest im Bereich der festen Wege war deswegen ein reger Fussgängerbetrieb. Da die Ansage meiner Frau war „nur ein kleine Runde“, blieb uns nichts anderes übrig als den Pkw bis zum Parkplatz in Söhre zu nehmen.

Als wir vor der Fahrt auf das Außenthermoneter schauten, hatte der Frost die -8 Grad unterschritten. Demzufolge hatten wir uns warm angezogen, was aber in der Sonne und beim „zügigen Durchgehen“ – so der Wunsch, den ich mit auf den Weg bekommen hatte – eindeutig zu viel war. Da ich mehr die Reflexionsfrage in der Wintersonne im Sinn hattte, gab es die erwartete kurze Diskussion und ich musste sehen, dass ich nach meinen Fotopausen hinterher kam – weswegen mir noch wärmer wurde.

Neben der Überprüfung der Gegenlichteigenschaften von Objektiv und UV-Filter wollte ich endlich auch die JPG-Filmsimulation B&W Superior in der sonnigen Winterlandschaft mit einer leichten Belichtungskorrektur (+ 1/3) ausprobieren. Als ich später wieder zuhause ankam, wurde ich enttäuscht. Ich hatte im Q-Menü die falsche Filmsimulation angewählt und zwischendurch nicht noch einmal überprüft. Classic Monochrome war gerade die Simulation, die ich bei diesen Lichtverhältnissen am wenigsten gewählt hatte; ist doch klar, dass bei Anhebung der Lichter um +4 und Absenkung der Tiefen um -4 die Kontraste stärker ausfallen als gewünscht und die Lichter zudem weit ausfressen. Zudem stellte ich dann noch fest, dass ich die leichte Warmton-Verschiebung, die mir auf der Webseite so gefiel, bei der Programmierung nicht eingegeben hatte, so dass die Tonung neutral bis kühl ausfällt. Wie dem auch sei, hier einige Aufnahmen, direkt aus der X100V. Capture One wurde nur benutzt, um die Größe der Bilder für die Webseite zu reduzieren.

JPG-Rezept: Classic Monochrome – neutral

Vergleich: RAW – Acros+R-Filter vs. JPG – Classic Monochrome

Zum Schluss noch eine kleine Gegenüberstellung von identischen Aufnahmen, jedoch einmal eine RAW-Datei und zum anderen eine JPG-Datei als Ausgangspunkt. In der aktuellen Kennenlernphase speichere ich noch beide Versionen parallel ab. An der X-Pro3 benutze ich nahezu ausschließlich die RAW-Dateien. In diesem konkreten Fall habe ich für die RAW-Entwicklung innerhalb von Capture One nur 2 Schritte getan: 1.) Kurve Acros +R Filter, 2.) Klarheit +9. Die Einstellung wird einmal auf alle ausgewählten Aufnahmen übernommen, so dass hierdurch kein Zeitverlust entsteht und die eigentlich Selektion der Bilder viel länger in Anspruch nimmt – unabhängig ob JPG oder RAW.

 

Fuji X Weekly

Das JPG-Rezept habe ich von Ritchie Roesch übernommen. Bei der erneuten Kontrolle ist mir nun aufgefallen, dass in der Einstellungsempfehlung der gleichnamigen App (derzeit nur für IOS) nicht die Farbkorrektur enthalten ist, die er auf seiner Webseite anführt: Filmsimulation Classic Monochrome.

Monochrome (+Y, +R, +G)
Dynamic Range: DR100
Highlight: +4
Shadow: +2
Noise Reduction: -4
Sharpening: +1
Clarity: +4
Toning: WC +1, MG 0
Grain Effect: Weak, Small
Color Chrome Effect: Strong
Color Chrome Effect Blue: Strong
White Balance: Auto, 0 Red & 0 Blue
ISO: Auto, up to ISO 12800
Exposure Compensation: -1/3 to +1/3 (typically)

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.