Zum Trösten

In die Badestube.

Man leidet mit, wenn sich das Innere seiner kleinen, zarten, 21 jährigen Katze wellenartig nach außen kehrt. Jedenfalls ist man immer wieder hilflos, kann allenfalls den Fußboden mit einer Zeitung des Vortages vor dem Wasser-Speise-Brei schützen und dann den Weg frei machen in die Badestube. Dort schlägt die große Katzenhalterstunde zum Trösten und zum Streicheln auf dem Teppich oder, wie heute, auf dem rosafarbenen, raschelnden Einpackpapier (vom Blumenhändler für den Frühlingsstrauß im Winter). Irgendwann hat sie es uns beigebracht. Nun ist es ein Ritual: nach dem Kotzen geht´s zum Streicheln ins Bad – wenn nicht, wird gemeckert.

Was kann man zuhause in Corona-Zeiten fotografieren? Seinen Hund und seine Katze, war kürzlich die Antwort von Stefan Wiesner, einem Foto-Influencer bei YouTube. Das war also eine solche Situation, mitten aus dem Alltagsleben, die Ruhe gerade wieder eingehrt: also, nah ran mit der X100V bei Blende 2,0; Katze auf raschelndem Papier; alles fast vergessen.


Notizblog

Die Entwicklung der RAW-Dateien benötigte einige Schritte in Capture One. Die Belichtung wurde erheblich angehoben, Lichter dafür mäßig abgesenkt und Tiefen aufgehellt, dann etwas Dunst entfernt, Tonwerte eingegrenzt, zuletzt eine helle Vignette. Die entscheidenden Schritte waren eine milde Tonung (Style: Split Toning – BlueBrown 1) sowie eine panchromatische Filmsimulation (Style: Color – Panchromatic 1), fertig; keine Schärfung; an einem Bild exemplarisch entwickelt und anschließend auf alle Raw-Dateien kopiert. – Was langwierig erscheint, ist mit etwas Übung eine Sache von wenigen Minuten. Sichten und Aussortieren dauern beinahe länger.

 

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