Beauty Dish – Foto Dish

Eigentlich nicht Selfie tauglich.

Heute wollte ich gleich mehrere Dinge auf einmal ausprobieren. Schon lange hatte ich vor, die Smartphone-App von Fujifilm zur Fernsteuerung einer X-Kamera näher kennen zu lernen. Außerdem wollte ich einmal die bildliche Auswirkung eines Beauty Dish oder Foto Dish in seinen verschiedenen Varianten gegenüberstellen. Zudem hatte ich bisher noch nicht versucht, wie sich an einer Brille Blitzreflexe vermeiden lassen. Gleichzeitig sollte aber der Hintergrund leichte Lichtreflexe an spiegelnden Oberflächen aufweisen.

Ein sehr präsenter YouTube-Protagonist hatte mich auf die Idee gebracht, mich selber, in Ermangelung eines geduldigen lebenden Objektes, zum Porträt-Gegenstand zu machen. Die größte Schwierigkeit lag allerdings darin, gleichzeitig die Kamera-Blitz-Kombination über das Smartphone fernzubedienen, ansprechende runde Augenreflexe zu erzeugen, die Brille glasklar erscheinen zu lassen und bei alledem nicht allzu blöde an der Kamera vorbei zu schauen. Die technischen Spielereien an Smartphone, Blitzsystem und der Kamera waren auch ohne Bedienungsanleitung schnell in den Griff zu bekommen.

 

Die JPGs in Farbe:

 Foto- Dish ohne Zubehör
 Foto-Dish mit Grid
 Foto-Dish mit weißem Diffusor

 

Und was Silver Efex daraus in Schwarz-Weiß ermöglicht:

Alle JPGs wurden in Capture One katalogisiert, selektiert und unbearbeitet für das Web in verkleinerter Form exportiert. Die SW-Fotos nahmen den Umweg über eine Modifikation in Silver Efex Pro 2. Diese Fotos hatte ich aus der Farbserie aussortiert, weil die Schärfeebenen nicht richtig lagen oder zu schmal waren. Das 56er Fujinon und Capture One sind bei der Identifikation der Schärfe-/Bokeh-Bereiche unerbittlich – im positiven Sinne. Also mussten sie für SW-Experimente herhalten.

Es wurde lediglich 1 Blitz (TT350-F, gesteuert über X1T-F) bzw. 1 Beauty Dish benutzt. Ein Aufheller auf der Gegenseite kam nicht zum Einsatz. An der X-T2 war das Fujinon 56 mm / f 1,2 montiert, das auf Blende 1,4 eingestellt war. Der Fokuspunkt wurde über das Smartphone festgelegt. Weitere Einstellungen: ISO 400, TTL-Automatik, Blendenvorwahl und Zeitautomatik. In der Kamera war die Augenerkennung aktiviert. Bei der relativen Nähe war aber die Schärfentiefe so klein, dass bei schräger Kopfhaltung nicht beide Augen in der Schärfebene liegen konnten. Einige Aufnahmen waren in dieser Konstellation dann doch nicht präzise genug zu fokussieren. Die Schärfe lag z.B. auf dem Nasenrücken oder auf der Stirn, was darauf zurückzuführen war, dass ich nicht gleichzeitig in die Kamera und auf das Smartphone schauen konnte – somit nicht an der Technik lag.

 

Nachtrag zum GODOX-Blitzsystem:

Wer eine Alternative für die unzumutbar kleingedruckten Bedienungsanleitungen von Godox sucht, der wird hier fündig und das sogar in deutscher Übersetzung (teilweise mit neuerer Firmware):

 

 

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