Im Eis der Kalten Beuster

Erster Wintereinbruch 2019 in Diekholzen.

Seit 2 Tagen herrscht Winter mit Nachtfrost bis -10 Grad. Der heutige Morgen begann mit einem Naturschauspiel, das bei sternenklarer Nacht gut beobachtet werden konnte. Es war Supermond (größter Mond bei geringster Entfernung) und Blutmond (totale Mondfinsternis).

Hier meine Fotodokumentation dazu mittels der „Erweiterten Realität“ in Photo Pills, einer kleinen App, mit der sich astronomische Konstellationen für jeden Standaort auf der Erde vorausberechnen und simulieren lassen. Damit man weiß, wann man in der Nacht aufstehen muss, in welcher Richtung man schauen muss und in welcher Höhe das gesuchte Ereignis zu finden ist. Auch ist es gut geeignet, die blauen und die goldenen Stunden in der Morgen- oder Abenddämmerung vorauszusagen. – Der Originalmond ist übrigens der kleine helle Fleck im Simulationsmond.

 

An der Kalten Beuster

Ursprünglich hatte ich vorgehabt, einige Aufnahmen in der Beuster-Aue zu machen. Doch dafür war ich zu spät von der Arbeit weg gekommen. Die Sonne stand schon tief im Südwesten und ich hätte dazu noch einige Kilometer gehen müssen. So bin ich am Unterlauf geblieben und habe einige Motive im Eis an der Kalten Beuster festgehalten. Die technischen Details erklären sich aus den Metadaten der Fotos.

Zwar war mir bewusst, dass ich das an sich hervorragende  Zoom-Objektiv (10-24 mm / f4) in ungünstigen Bereichen eingesetzt habe. Der obere Brennweitenbereich zeichnet bekanntermaßen weich. Auch nimmt die Beugungsunschärfe ab Blende 11 sichtbar zu. Dass sich beides zusammen so deutlich in den Aufnahmen abzeichnet, habe ich jedoch nicht erwartet. Möglicherweise kommen bei den langen Belichtungszeiten auch noch Einflüsse über das Stativ hinzu, das ich an der Uferböschung oder im Wasser vorsichtshalber mit dem Fuß gesichert habe.

Obwohl einige Aufnahmen auch in Farbe ihren Reiz haben, verleitet das Spiel mit Licht und Strukur zur Konversion in Schwarz-Weiß. Die RAW-Dateien aus der Kamera wurden in Capture One entwickelt. Bei den ersten Aufnahmen der Serie lag die Kunst darin, den richtigen Kompromiss im Schärfen und Anheben der Strukturen zu finden und dabei nicht zu übertreiben. Das sind diejenigen Aufnahmen, bei der die Blende auf 22 geschlossen wurde, um möglichst lange Belichtungszeiten zu erzeugen und damit die Wasserturbulenzen verwischen zu lassen. Zur Anschaffung von Graufiltern für diesen Zweck konnte ich mich bisher noch nicht durchringen. Die SW-Umwandlung erfolgte in Silver Efex Pro. Interessant ist dabei, dass die einzelnen Motive nach ganz unterschiedlichen SW-Entwicklungen verlangten, was den Umgang mit den Kontrasten, Strukturen und Lichtern anbelangt.

 

 

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