Trostlos und verlassen

Am 2. Advent in der Innenstadt.

Hildesheim ist nicht Las Vegas und ich bin nicht Ted Viera. Während es sich bei den Bildern im verlinkten Video von Viera mittlerweile um Aufnahmen aus der Leica M262 handelt, bin ich immer noch mit der Fujifilm X-Pro3 unterwegs. Vor Jahren war u.a. Viera eine Art Katalysator, der mich mit seinen SW-Aufnahmen aus der X-Pro2  und der X100F von der großen und schweren Canon KB-Kamera zu den kleineren und leichteren APSC-Exemplaren von Fujifilm wechseln ließ. Ich gebe zu, dass sein letztes Video vom November 2020 auch wieder den Anstoß gegeben hat, einen abendlichen Rundgang durch die Stadt zu machen. Corona hat mit dem „weichen lock down“ im Zentrum die Straßen leer gefegt. Von den Wenigen, die unterwegs waren, sah ich niemanden ohne Mund-Nasen-Schutz. Ich bin zwar kein großer Freund von Weihnachtsmärkten mit ihrer überbordenden Mischung von gegensätzlichen Gerüchen und tausenderlei Weihnachtsmusiken, vermisst habe ich ihn aber trotzdem auf dem Marktplatz. Es war dann auch kein Trost, dass ich ein großes Fotoplakat davon später als Hintergrund-Deko in einem Schaufenster fand. So leer und trostlos war mir die Innensstadt noch nie vorgekommen.


Notizblog

Bei allen Aufnahmen dieses Beitrages handelt es sich um JPGs, direkt aus der Kamera. Bei einigen Fotos habe ich den Auschnitt leicht korrigiert und bei 2 Bildern musste ich die Belichtung um 1/2 Blende wieder anheben, weil ich mich während der Aufnahme mit der Belichtungskorrektur verschätzt hatte.

Vor dem Rundgang hatte ich mir bereits vorgenommen, die Fuji-JPGs zu benutzen. Dafür war an der X-Pro3 im Quickmenü in Anlehnung an einen länger zurückliegenden Artikel von Kevin Mullins (hier seine neueren Fujifilm JPG Settings) folgendes eingestellt:

  • Filmsimulation B&W +R
  • Highlights -1
  • Shadows +2
  • Sharpness +2
  • Dynamic Range (Auto)
  • White Balance (Auto)
  • Noise Reduction -2

Die Anmerkungen von Mullins hierzu zitiere ich einmal im Original:

  • Highlights:  I have this set to -1 as I want the camera to keep a relatively decent amount of detail in the highlights. Because we have the EVF in the cameras, there isn’t really any excuse for shooting a poor exposure.
  • Shadows:  This is set to +2 as I want to keep those dark areas punchy.  I tend to underexpose slightly (and I use spot metering a lot), so I end up with some really deep black areas to the image. Just as I like it. I rarely find myself burning areas in these JPEGs as the camera has done a fine job of the overall exposure.
  • Sharpness:  I don’t use any post production sharpness. My album producers may sharpens slightly, but for me, when shooting JPEG, I want the camera to keep the image as sharp as possible. Less work for me afterwards.

Erst nach einigen Aufnahmen fand ich mich wieder in den Bildwinkel des APSC 35mm/f1,4 (50 mm in KB-Format) ein. Sehr schnell habe ich dagegen den Vorteil geschätzt, durch die Voreinstellung der Kamera auf Schwarz-Weiß, im elektronischen Sucher überwiegend auf Licht, Schatten und Strukturen zu sehen. Zumeist habe ich die offene Blende von 1,4 eingesetzt; einerseits um die ISO-Einstellung niedrig zu halten und für wenig Rauschen zu sorgen, aber auch, um eine gewisse Schärfe-Unschärfe-Verteilung im Bild bzw. eine Freistellung bestimmter Motive sicher zu stellen. Der sehr empfindliche und schnelle Autofokus der X-Pro3 hat kein einziges Mal versagt. Allerdings habe ich selber wieder einige Aufnahmen durch mangelnde Konzentration bei 1/60 s verwackelt.

 

 

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