Nach Weihnachten

Sturm Hermine.

Wir in Diekholzen liegen manchmal direkt am Meer – zumindest akustisch; nämlich dann, wenn Sturm aufzieht. Hermine wurde bereits einige Tage zuvor angekündigt. Tatsächlich war sie auch so heftig, dass das Rauschen der umgebenden Bäume des Hildesheimer Waldes wie ein lautes Meeresrauschen klang. Bei Temperaturen um null Grad fielen einige Regentropfen. Alles in allem nichts, was uns von einem Spaziergang abhalten sollte.

Die vergangenen Tage waren arbeitsreich und lang, so dass mir das Wetter egal war. Der Wind kam zudem gerade recht, um den Kopf ein wenig frei zu pusten. Es ging, wie so häufig, über das Feld zum Kloster Marienrode. Über die Schulter hing die neue Kleine (für immer dabei).

 


Notizblog

Bei den Farbaufnahmen habe ich mich für die Filmsimulation Classic Negative als Ausgangspunkt entschieden. Für die weitere Entwicklung ließ ich mir dann von der Entwicklungsautomatik innerhalb C1 Vorschläge machen, habe diese nach Gusto angepasst und durch eine leichte Vignette ergänzt.

Die SW-Entwicklungen innerhalb C1 haben mir sämtlich nicht gefallen. Die langweiligen Feldwege waren so nicht aufzupeppen, der Himmel wirkte fade. Entsprechend der Stimmungs- und Wetterlage hatte ich mir eine stärkere, dramatisierende Ausarbeitung vorgestellt. Fündig wurde ich bei Silver Efex Pro 2. Auf die Idee brachte mich eine Serie an Streetfotografie-Aufnahmen, die ich mir heute früh angeschaut hatte und die mir in ihrer pointierten Art gefallen hatten. Unter der Serie stand RAW-Entwicklung in Silver Efex. Mir gefiel nun die Variante „Voller Kontrast und Struktur“, selbst wenn sie stark überzeichnet. Um die Weihnachtsstimmung nicht abrupt enden zu lassen, habe ich mich bei den Aufnahmen mit Lichtern in den Klosterfenstern für die Farbvariante entschieden.

Zur Veranschaulichung hier eine Gegenüberstellung, die die räumliche, plastische Wirkung der SW-Entwicklung veranschaulichen soll.

 

 

 

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