Innerste

Entnervende Versuche.

Der Vorteil einer Erkundung zu Fuß ist, dass man im Gegensatz zu einer Fahrradtour eher den Stuhl im Fluss findet und nicht daran vorbei fährt. Der Nachteil ist, dass man länger benötigt, um an einem fotografisch langweiligen Maisfeld vorbeizukommen.

Auf dem Arbeitsweg muss ich auf jeden Fall zweimal am Tag die Innerste überqueren, zumeist über die Brücke am Hohnsen, bei der das Bauamt der Stadt Hildesheim für Spott in der HAZ gesorgt hat, weil sie mit einem Schildermeer alle Verkehrsteilnehmer auf die niedrige alte Steinbrüstung aufmerksam macht und zudem die Fahrradfahrer vor dem Überqueren der Brücke auffordert, aus Sicherheitsgründen vom Fahrrad abzusteigen.

Auch war die Innerste, trotz aller Schutzmaßnahmen, immer wieder ein Überschwemmungsgebiet bei und in Hildesheim, wie auch zuletzt 2017, wo selbst die Domäne Marienburg von dem Hochwasser betroffen wurde, ebenso wie der Hohnsen, eine Senke zwischen dem Stadtteil Ochtersum und der Neustadt von Hildesheim.

Südwestlich von Hildesheim, unter dem leichten Hang vom Ortsteil Itzum, an der Domäne Marieburg, dann an Groß und Klein Düngen vorbei, erstreckt sich ein Abschnitt der Innersten, der sich bis nach Astenbeck vor Holle hinzieht und landschaftlich attraktiv und gut mit dem Fahrrad zu erkunden ist.


Notizblog

„Die Investition in eine Infrarotkamera war mit Abstand die beste in der Geschichte meiner Fotoausrüstungskäufe.“ So schreibt es zumindest Romy Henze auf ihrem Blog Travel Without Moving in dem Spezialbeitrag zur Infrarot-Fotografie. Das mag man anders gewichten. Auf jeden Fall hat diese spezielle Fotografie für Manche eine gewisse Faszination, so ist es auch bei mir. Vor meinen dürftigen Versuchen der Infrarot-Kolorierung war ich leider den zahlreichen fantastischen (im doppelten Wortsinn) Beispielen von Tonee Gee auf Flickr erlegen, so dass ich bisher nicht aufgeben konnte, selber einige Verbuntungsversuche vorzunehmen – allerdings ohne bisher zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. Einige der hier gezeigten Bilder wirken in SW (mit „obligatem“ schwarzem Himmel) besser. Andere wären ansonsten im Papierkorb gelandet.

Auch die Odyssee von Capture One (Grundenwicklung und Weißabgleich im farbigen Infrarot-RAW) über Affinity Photo (Kanaltausch Rot gegen Blau) zu Color Efex Pro (perceptive Anhebung der Farbsättigung) und letztlich zu Analog Efex Pro (Einfügen eines schwachen Bokeh-Effektes) haben Zeit und Mühen gekostet, ohne Brauchbares hervorzubringen.

Entsprechend meiner ursprünglichen Absicht eines Notizblocks zu meinen bisherigen Fotoversuchen sollen auch Misserfolge festgehalten werden – um dann vielleicht später noch einmal (wieder von vorn?)  zu beginnen.

 

 

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