Kloster Marienrode

Ein geführter Rundgang über das Klostergut Marienrode

Die Hochzeitsgäste kamen, als wir uns vor der Torkapelle zum geführten Rundgang über den Gutshof Marienrode versammelten. „Gelebte Ökumene in Hildesheim“ hieß es von der Stadtführerin zur Erklärung der Hochzeit in einer evangelischen Kapelle am Eingang zum katholischen Klostergut. Die Torkapelle sei vor 200 Jahren ein Geschenk an die evangelische Gemeinde gewesen. Diese hat aber später vorsorglich noch weiteres Land in einer Breite von 1,5 m um die Kapelle herum käuflich erworben.

Meine Frau hatte die Ankündigung der gestrigen Führung in der Hildesheimer Zeitung gelesen, worauf sie den Vorschlag machte, uns das Areal, das wir in Teilen von unseren Sonntagsspaziergängen kannten, einmal genauer zeigen und erklären zu lassen. Auch hatten wir gehofft, in sonst nicht zugängliche Bereiche wie die Klosterkirche oder den Kreuzgang schauen zu können. Ich war dann doch erstaunt über die Größe der Teilnehmergruppe und deren breit gestreute Alterszusammensetzung. Die erfahrene Führerin vermittelte interessante Informationen, ohne ihre Ausführungen mit Wissensballast zu überladen.

Daher bot sich für mich nebenbei die Möglichkeit, mit der Fujifilm X-Pro2 und dem Fujinon XF 23mm/f2 den Blick auch auf Kleinigkeiten zu richten oder um die Ecke zu schauen. Nach Monaten der Abstinenz war dies auch eine Möglichkeit, den kleinen Foto-Blog, der sich ja überwiegend mit dem Einsatz der spiegellosen Fujifilm-Kameras zur Heimaterkundung im Raum Hildesheim beschäftigen soll, um einige Aufnahmen zu erweitern. Warum haben wir nicht den Samstag genutzt, um zum „Pflasterzauber“ in die Innenstadt zu gehen? Ganz einfach, wir hatten keine Lust auf Getümmel.

Die informative Webseite „Kulturhistorische Spaziergänge“ bietet verschiedene Inhalte in Bild und Ton zur Torkapelle, dem Gutshof mit der Pfarrkirche St. Michael sowie zu den Fischteichen. Enthalten ist hier derart viel Bildmaterial, dass ich mir erlauben kann, auf rein informative Aspekte keine Rücksicht nehmen zu müssen und meine persönliche Sicht festzuhalten.

Klosterkirche St. Michael und Kreuzgang

Klosterhof

Auf dem Weg zum Fischteich

Torkapelle St. Cosmas und Damian

Schwarz-Weiß-Impressionen

Als Bildmaterial habe ich ausschließlich die Fuji-JPGs in Standardeinstellung der Kamera verwendet, sie dann aber nach Gusto in Lightroom Classic CC weiter verarbeitet. Die Farbaufnahmen wurden modifiziert, indem ich versucht habe, eine „milde Version“ der Filmsimulation „Classic Chrome“ zu erzeugen. Die Umwandlung in SW-Bilder geschah wieder ausschließlich mit Silver Efex Pro 2 (der ehemaligen NIK-Software). Neben der von mir geschätzten Modifikation „Modern – Künstlerisch – High-Key-Effekt“ habe ich diesmal auch „Vintage – Alte Fotoplatte II“ als Grundlage für weitere Bearbeitungen herangezogen. Bei der letzteren Variante habe ich dazu den Gelbstich entfernt und alle Bilder in neutralem SW gehalten, insbesondere aber auch die Vorgaben zu der Kontrast- und Strukturverarbeitung geändert.

Was ist unter fotografischen Aspekten noch anzumerken? Die Lautlosigkeit des elektronischen Verschlusses an der X-Pro2 und der XT-2 ist ein hoch zu schätzender Aspekt für diskrete Fotografie in Umgebungen mit derart „lauter Akustik“ wie z.B. der Klosterkirche. Geärgert hat mich, dass ich einige Aufnahmen durch Bewegungsunschärfe bei 1/40 s unbrauchbar gemacht habe, weil ich mir zu sicher war, diese Belichtungszeit bei etwa 35 mm Vollformat-Äquivalent ruhig zu halten und deswegen in der Kamera den ISO-Spielraum nach oben hin begrenzt hatte (um möglichst wenig Bildrauschen zu erzeugen). – Ist das ein Grund, um über die Fujifilm XH-1 mit ihrem internen Bildstabilisator nachzudenken? Nein, diese ist mir schon wieder zu groß und „zu laut“ durch die Geräuschbildung des IBIS! Ich werde also einfach die ISO-Begrenzung etwas anheben, ohne dadurch bei diesem Sensor störendes Rauschen befürchten zu müssen.

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