Notizblog

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Als ich aus einem gewissen Spieltrieb heraus vor gut 1 ½ Jahren diesen Blog startete, war für mich nicht vorauszusehen, dass für mich das ganze auch auf länger einen „Spaßfaktor“ haben würde. Zunächst war es der Reiz, den die Webseitengestaltung mittels WordPress und einem entsprechenden „Theme“ mit sich brachte: das wollte ich schon lange einmal ausprobieren. Der fotografische Inhalt sollte sich aus meinen Notizen ergeben, die ich mir zur Verkürzung der Lernphase beim Umstieg auf das neue Kamerasystem von Fujifilm vorgenommen hatte. Aus früheren Zeiten weiß ich noch gut, dass ich etliche Fehler wiederholt gemacht habe, einfach dadurch, dass ich zwischendurch für einige Zeit keine Gelegenheit zum Fotografieren hatte und dann wichtige Dinge hierzu vergaß bzw. aus der Übung gekommen war. Die ersten Blogeinträge haben sich daher z.T. aus Einträgen in meinen „Notizen“ auf dem iPad oder dem iPhone gespeist. Später bin ich dazu übergegangen und habe keine eigenen Notizen mehr erstellt, sondern die Blogeinträge exemplarisch mit Bildern zur Veranschaulichung versehen und verbal ausführlicher ergänzt als ich es in meinen Notizen gemacht hätte. Aus diesem Grunde geht es weniger darum, „schöne“, „beseelte“ oder gar „künstlerische“ Bilder zu präsentieren, als  viel mehr an Beispielen „vom Wegesrand“ fotografische Aspekte festzuhalten.

Kein Gesinnungs-Blog, kein Reiseblog und kein Foto-Blog im eigentlichen Sinne – nur ein Notiz-Blog.

Ich weiß zudem nicht genau, ob und wie lange ich diese Notizen fortführen werde. In der Fuji-Welt gibt es noch einiges zu entdecken und die Freude an der X-T2 und der X-Pro2 ist ungebrochen. Auch liegen meine analogen Mittelformat-Schätzchen im Regal und wollen in einer freien Stunde einmal wieder „ausgeführt“ werden, so dass eines meiner „Lieblingsthemen“ sicher bald wieder aufgewärmt wird, nämlich der Digitalscan von analogem Filmmaterial. Die X-T3 interessiert mich weniger als die Frage, ob mir das 23er mit der offenen Blende von 1,4 einen spürbaren Zugewinn gegenüber dem kleinen, schnellen und handlichen 23er Fujicron geben könnte.

Auch liegen noch 2 handwerkliche Aufgaben vor mir. Vor geraumer Zeit bin ich mit der Novajo-Seite auf einen anderen Server umgezogen, habe aber bisher noch nicht die zentrale Datenbank auf die hiermit verbundene SSD transponiert. Zudem habe ich noch Hemmungen, zur neuen WordPress-Version 5.0 zu wechseln, da ich keine Ahnung habe, ob meine Oberfläche unter WordPress hierfür tauglich ist.

Ein fototechnischer Gesinnungs-Blog ist es schon deswegen nicht, weil ich weiß, dass nicht nur meine beiden Fuji-Kameras gute Kleincomputer (aber mit einem geradezu klassisch-konventionellen Kamera-„Feeling“) sind, sondern dass auch die Canon 5D Mark II eine hervorragende Kamera war, die der optischen Qualität ihrer damaligen „Vollformat-Objektive“ um Jahre voraus war. Auch erkenne ich heute, dass die Ergebnisse der Nikon D200 besser waren als meine damaligen Lightroom-Künste. Sicher könnte man aus guter Überzeugung auch auf ein spiegelloses System von Olympus oder Sony wechseln oder zu einem der neueren DSLR-Boliden greifen, wie z.B. der Nikon D850 im Kleinbildformat oder der D500 mit APSC-Sensor. Den überteuerten Schritt zu einem neueren Canon-Schwergewicht, der 5 D Mark IV, würde ich heute erst recht nicht gehen. Die immensen Folgekosten und die schiere Größe und Masse guter Objektive für deren Kleinbildformat sind allerdings im Prinzip bei allen großen Herstellen gleich, sei es Canon, Nikon oder Sony. Nicht zuletzt, gerade dieser Gesichtspunkt führte zu der Entscheidung, bei meiner Erstausstattung für die Fujifilm-Tasche die kleinen „Fujicron“-Objektive auszuwählen.

Mein einziges nicht fotografisches Motiv für die Bildbeiträge lag in der Erkundung der unmittelbaren Umgebung hier im Raum Diekholzen-Hildesheim, mit der ich es mir erleichtern wollte, in meinem neuen Lebensumfeld heimisch zu werden. Die Bildinhalte begrenzen sich daher auch zumeist auf Regionales – oder aber, wie zuletzt etwas vermehrt, auf fototechnische Belange.

 

Jahresbilanz

Das haben die beiden Fotografen, die mich zum Wechsel angeregt hatten, bereits besser und fachkundiger getan als ich es könnte. Deswegen lasse ich beide zu diesem Punkt stellvertretend zu Worte kommen, wobei deren Videos schon seit gut 1 Jahr auf ihrem YouTube-Kanal zu finden sind:

Auch gibt es mittlerweile eine Fujifilm X-H1, die mich nicht interessiert und eine X-T3, die nach allem, was man liest, hört und sieht eine konsequente Weiterentwicklung der X-T2 ist, ohne aber deren optische Qualität sichtbar zu übertreffen und die endlich auf dem Preisniveau angelangt ist, wo die X-T2 von Anfang an hin gehört hätte. Die Schwerpunkte der X-T3-Entwicklung lagen in der Geschwindigkeit und in der Optimierung des Autofokus. Wie kann das besser veranschaulicht werden als durch die Bildergebnisse von Ana Springfeldt, einer deutschen X-Fotografin. Die kurze Haltbarkeit der Akkus, ein häufig geäußerter Kritikpunkt, wurde hingegen nicht verlängert.

 

Das kommt drauf an

Kürzlich fand ich auf dem YouTube-Kanal „Neunzehn72“ von Patrick Ludolph ein bemerkenswertes Video. Es beschäftigt sich mit der Frage „Schwarzweiß oder Farbe“. Das ist eine Entscheidung, vor der ich als Anhänger der SW-Fotografie immer wieder stehe und bei der ich weiterhin keinen klaren Entscheidungs-Algorithmus habe, außer der Erkenntnis, dass Farbe für mich tatsächlich „etwas schwieriger“ ist.

 

Netzwerk / Ebenen

Zurück zum Kerninhalt diese Blocks, den Notizen zu handwerklichen Dingen der digitalen Fotografie.

Beim Ausprobieren der aktuellen, kostenfreien 30-Tage-Version von Exposure habe ich 2 weitere, für mich wesentliche Dinge herausgefunden. Exposure X4 ist netzwerkfähig – zumindest in rudimentärer Form. Ich gehöre zu denjenigen, für die die zwanghafte Katalogisierung in Lightroom mehr lästig als nützlich ist. Außerdem arbeite ich im Sommer gerne draußen oder im Winter im gemütlichen Wohnzimmer an meinem Notebook als an dem stationären Rechner im unaufgeräumten Arbeitszimmer. Deswegen sehe ich es als Manko von Lightroom an, dass es nicht ohne Kunstgriffe auf/von mehreren Rechnern (natürlich nicht gleichzeitig) benutzt werden kann und dass es noch nicht einmal auf zentral im Netzwerk gespeicherte Bilddateien zugreifen kann. Dagegen ist Exposure X4 wenigstens in der Lage, auf eine Bildersammlung im Netzwerk (gespeichert auf dem NAS) zu zugreifen. Mit einer LAN-Verbindung könnte man theoretisch auch die Bilder direkt hier bearbeiten (was aber meinem bisherigen Sicherungskonzept widerspricht); mit dem WLAN wird die Ladezeit jedoch so weit verlangsamt, dass daran im Alltag nicht ernsthaft zu denken ist. Dennoch kann man über WLAN zumindest seine zentralen Bildverzeichnisse durchgehen, um auf ältere Aufnahmen sichtend zurückzugreifen. Wenn man, wie am Bildbeispiel meines Notebooks nur über einen kleinen, wenngleich sehr schnellen SSD-Speicher verfügt, kommt man gar nicht umhin, sich um andere Konzepte der Speicherung bzw. Archivierung größerer Bilddatenmengen zu kümmern, auf die im Netzwerk jederzeit zugegriffen werden kann, ohne wiederum eine externe HD einzustöpseln und dann zu merken, dass das gesuchte Bild genau dort nicht abgespeichert ist.

 

 

 

 

 

 

 

Ebenen (Layer) in Exposure X4: beispielhaft an verschiedenen Entwicklungen eines fotografischen Allerweltsbildes – das sicherlich jeder macht, wenn er eine neue Kamera hat:

Die Option der Ebenen-Bearbeitung erinnert an Photoshop und eröffnet mächtige Bearbeitungsfunktionen, die in Lightroom fehlen. Die Ebenen sind durch ihre regelbare Deckkraft (Opacity) steuerbar. Zum anderen sind sie für bestimmte Korrekturschritte strukturierter und gleichzeitig übersichtlicher als die teils lange Liste der Bearbeitungshistorie.

 

Qual der Wahl

Die Software-Dominanz der letzten Blogeinträge geht bald dem Ende zu. Der Leistungsvergleich der restlichen Funktionen von Exposure X4 steht in Kürze an. Dieser Software-Vergleich nimmt hier deswegen mehr Raum ein, weil ich im deutschsprachigen Raum wenig Informationen zu dem englischsprachigen Exposure gefunden habe und weil ich annehme, der eine oder andere von den unerwartet zahlreichen Webseitenbesuchern hat ebenfalls eine Abneigung bzw. Unbehagen gegenüber dem Zwangs-Abonnement von Adobe, mit dem Dauerkosten verbunden sind, die einem jährlichen Neukauf von Exposure bzw. früher Lightroom entsprechen. Dies gilt insbesondere dann, wenn man als Anwender dieser mächtigen RAW-Entwickler auf Photoshop verzichten kann und will.

Die neu veröffentlichte Version 3 von Luminar scheint, trotz der niedrigeren Kosten, noch keine echte Alternative zu sein. Der 2. mächtige Lightroom-Konkurrent, der offenbar für die Fuji-RAW-Dateien ebenfalls besser sein soll, spielt in einer anderen Preisklasse. Gemeint ist Capture One in der aktuellen Version 12 Pro, welches in der nicht für Fuji oder Sony „kastrierten“ Version über 300 € kostet und mit dem größeren Style-Paket derzeit über 400 € (regulär sogar 653 €). Aber, welche/r Hobby-Fotograf/in, der/die von einem anderen Kamerasystem zu Fujifilm gewechselt hat, beraubt sich der Bearbeitungsmöglichkeit seiner alten RAW-Dateien und nimmt nur das Fuji-Paket?

 

 

Nachtrag vom 02.01.2019

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Doch schon, ein wenig. Deswegen muss ich eine Aussage korrigieren: Auch Lightroom ist netzwerkfähig – zumindest in Grenzen, aber nicht im Sinne eines modernen Datenbankprogrammes (ein solches wäre es, wenn die Katalogfunktion zu Ende gedacht und konstruiert worden wären).

Ja, man kann Bilddateien von einem zentralen Netzwerkspeicher importieren (Ordner hinzufügen).

Nein, man kann keinen im Netzwerk gespeicherten Katalog öffnen.
Und nein, man keine Kataloge aus einem Netzwerkspeicher importieren – auch keine „exportierten“ Kataloge.Man muss hierzu (nach meinen bisherigen Kennntnisstand) auf jeden Fall den betreffenden Katalog zunächst auf den zentralen Rechner kopieren und kann ihn erst dann hier in seinen zentralen Hauptkatalog importieren.

Wie man dennoch mit Lightroom seinen Arbeitsablauf einigermaßen strukturieren und die Datenbankfunktionen nutzen kann, schildert Stephan Wiesner, ein sehr aktiver YouTuber, Fotograf und Informatiker, in dem folgenden Video (ab etwa Minute 2 Sicherungen während Reisen, ab etwa Minute 5  Bildverwaltung mit Lightroom und ab Minute 9 Ex-/Import von LR-Katalogen):

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