Abschied

Vergessen – nicht vergessen.

Auf mehreren Bildern meines Blogbeitrages vom November 2017 über den Abschiedswald Goldberg in der Nähe von Bad Harzburg kann man noch die Stämme des ursprünglichen Nadelbaumbestandes erkennen. Zudem war das Unterholz dicht und das Licht am Boden wurde durch das dunkle Grün der Fichten von oben her abgedunkelt. Heute dagegen hat sich der Charakter des Abschiedswaldes geändert. Alle hohen Nadelbäume waren abgeholzt. Aus dem Wald ist eine große Lichtung geworden. Die Zahl der kleinen Buchensätzlinge hatte sich seit unserem letzten Besuch stark erhöht. Alles das hatte man uns bereits 2007 angekündigt. Dennoch waren wir von der Ausdehnung und Geschwindigkeit dieser Umwandlung überrascht. Die letzte Ruhestätte unseres alten Freundes hat ihren lichten Schatten verloren und ist zu einem Sonnenplatz geworden.

Der Dezember fühlt sich an wie eine Fortsetzung des trüben Novembers. Ab morgen soll es erneut in einen „Corona-Lockdown“ gehen. Auf der Fahrt hierher wurde im Radio allenthalben von der „Düsternis“ der Gegenwart gesprochen. Das Wetter war kühl, nass und neblig. Dies, wie auch zahlreiche namenlose oder umgestürzte Grabmarkierungen (alle haben eine Nummer von den niedersächsischen Landesforsten bekommen) im Abschiedswald haben den anhaltenden November-Blues verstärkt.


Notizblog

Fujifilm Classic Negative  – Dehaze – Vignettierung. Verschiedentlich hatte ich bereits mit der Filmsimulation „Classic Negative“ in C1 experimentiert. Zumeist war ich mit den Ergebnissen unzufrieden. Erst heute ist mir bewusst geworden, was mir nicht gefallen hat. Mein gewohnter Einsatz des Klarheitsreglers hatte zu Unruhe in den Bildern geführt und sie dadurch „schmutzig“ wirken lassen. In dieser Filmsimulation  sind offensichtlich die mittleren Strukturen bereits angehoben, so dass man schnell mit einer Anhebung der Klarheit übertreiben kann. Dagegen kann der neue Dehaze-Regler von Capture One 21 weiterhelfen, „Biss“ in die Darstellung bringen und das Bild abdunkeln bzw. „verdüstern“, ohne gleichzeitig die weiche Unschärfe im Bokeh zu vergröbern. Tiefen wurden gelegentlich und vorsichtig aufgehellt. Um die besondere Stimmung der Filmsimulation zu unterstützen, habe ich durchweg die Schwarzwerte betont sowie die ohnehin in der Simulation etablierten Vignettierung verstärkt.

Die Vorgänger des 23er Objektives in der X100-Serie hatten bekanntermaßen eine Schwäche bei Offenblende und Nahaufnahmen. Diese wurde in der neuen Version der X100V sehr gut korrigiert. Die Blende 2,0 bietet selbst im APSC-Format bei Nahaufnahmen einen recht kleinen Schärfentiefenbereich. Er ist unter den Nahbedingungen bei Blende 2,8 nur unwesentlich größer. Dafür nimmt aber die Darstellungsqualität des Objektives noch einmal sprunghaft zu.

 

 

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