Nahaufnahmen

eBay-Kauf zweckentfremded?

Seit meinen fotografischen Kranichversuchen in Zingst am Darß in einem Oktober und seit den Porträts des großen hannoveraner Gorilla-Mannes im Zoo habe ich immer wieder an eine längere Telebrennweite gedacht. Zu analogen Kleinbildzeiten war meine längste Brennweite das alte 200er/4,0 von Nikon, mit dem ich an der F2AS häufig in südlichen Gefilden unterwegs war. Nachdem ich wiederholt gute Erfahrungen mit gebrauchten Fuji-Objektiven gemacht und länger die Preisentwicklung in Kleinanzeigen, bei eBay oder bei mbp.com beobachtet hatte, hoffte ich, irgendwann auf ein akzeptables Angebot zu stoßen. Vor kurzem war es soweit. Seit einigen Tagen liegt ein Fujinon 100-400mm / f 4,5-5,6 OIS WR bei mir zuhause. Umgerechnet auf das Kleinbildformat entspricht sein Brennweitenbereich 150 mm bis 600 mm. Man liest viele begeisterte Berichte, aber auch etwas kritischere, die auf die leichte Schwäche bei 400 mm hinweisen. Es gehört zwar zu den Red-Label-Objektiven von Fujifilm und ist Made in Japan, dennoch sprechen manche von Fertigungsschwankungen, die sich auf die Qualität der längsten Brennweite auswirken sollen.

Die flinken kleinen Vögel im Garten haben schnell meine Fertigkeiten im Umgang mit der Kombination überfordert. So bin ich zunächst bei der tief stehenden und warm leuchtenden Sonne durch den Garten geschlendert, um die gelobten Naheigenschaften dieses Telezoomes auszubrobieren und erste Tests des Bildstabilisators vorzunehmen. So ist die kleine Bildserie entstanden.


Notizblog

Die Farbaufnahmen sind eine Modifikation der Filmsimulation „Astia (Soft)“ innerhalb von Capture One. Farblich wurde der Weißabgleich belassen und lediglich die Sättigung geringfügig angehoben.

So eine schwere Kamera-Objektiv-Kombination war ich seit dem Verkauf meiner Canon 5D  II nicht mehr gewohnt. Für Freihandaufnahmen benötigen Arme und Hände wieder etwas Übung. Die Effektivität der Bildstabilisierung erstaunt durch bisher nicht für möglich gehaltene Kombinationen aus Brennweite und Belichtungszeit. Letztlich ist mir nicht klar, ob der Schärfeabfall einiger Aufnahmen mit 400 mm der bekannten Abbildungsschwäche für diese Brennweite zuzuordnen ist oder vielleicht doch eher Folge der vergleichsweise langen Belichtungszeit (400 mm und 1/160 s) sein könnte. Denn andere Aufnahmen im Nahfeld mit der 400er Brenntweite fallen besser aus, als ich von verschiedenen Kritiken erwartet hatte.

 

 

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