Die Sonne kommt rüber

Reflexe im Spätsommer.

Die letzten beiden Arbeitstage der vergangenen Woche begannen mit Morgennebel, der sich erst langsam in der steigenden Sonne auflöste und dann ein herrlich diffuses Leuchten bot. Heute dagegen zeigte sich bereits gegen Halb Sieben ein klarer Morgenhimmel, so dass ich mich garnicht für Nebelfotografie aufmachen musste. Es dauerte aber immerhin gut 3 Stunden bis die Sonne dann endlich über den Kamm des Hildesheimer Waldes im Osten kam und ihre ersten Strahlen den in die Mitte unseres Garten warf.

Das Rot des Ahorns und das helle Grün des Bambus leuchteten gleichermaßen golden. In  kürzerer Distanz glitzerten zudem tausende Tautropfen auf den Blättern. Aus unmittelbarer Nähe betrachtet boten sich dann winzige Reflexe an den Oberflächen dieser Tropfen. Andere vergrößerten wie eine Lupe ihren Untergrund.

Einmal mehr war ich überrascht wie überaus klein bei diesen Nahdistanzen der Schärfenbereich selbst bei Blende 8 und 11 ist, so dass auch aus diesem Grund Aufnahmen aussortiert werden mussten. Einige der verbliebenen Bilder wurden alternativ als Schwarz-Weiß-Version entwickelt.


Notizblog

Das Leuchten der beiden Hauptfarben Rot und Grün schien mir durch die Filmsimulation Velvia (Vivid) innerhalb von Capture One am besten unterstützt zu werden. Bei den SW-Versionen kam wiederum Silver Efex Pro mit seinem Preset Vollständig dynamisch (Hart) zum Einsatz. Beide Versionen wurden – wie üblich – nach Gusto modifiziert, die Farbversion schlussendlich noch um gut 30% in der Schärfe angehoben.

Makro-Fujinon 80 mm

Es ist schwer und laut – immer wieder beunruhigend laut, wenn man es in die Hand nimmt und bewegt oder gar schüttelt. Es ist auch laut im Betrieb. Das Surren des OIS (und der Floating elements?) ist so sehr vernehmbar wie bei keinem meiner anderen Fujinon-Objektive mit OIS. Das Gewicht spielt in sofern eine Rolle, weil es kaum an der X-Pro3 ausbalanciert werden kann und an den kleinen X-T- und X-E-Modellen eigentlich nicht zu halten ist. Erst eine mit Batteriehandgriff beschwerte X-T3 oder X-T4 gibt das nötige Gegengewicht für das massige Objektiv. Dass hierfür keine Objektivschelle zur Stativbefestigung als Zubehör angeboten wird, erschwert selbst den Einsatz vom Stativ, wenn dieses keinen ausreichend großen und stabilen Kopf besitzt. An meinem kleinen Rollei C5i reicht die Haltekraft der Arretierschraube vom Kugelkopf nicht, um Kamera und Objektiv am langsamen Absinken vornüber zu hindern. Für meinen alten Markins-Kopf oder die neuen großen Rolleiköpfe ist das allerdings kein Problem.

Beachtlich ist um so mehr die optische Leistung, die bei der Effektivität des integrierten Bildstabilisators auch viele Freihandaufnahmen im Makrobereich möglich macht, die mir z.B. früher mit dem 105er Makro von Sigma an der D70 und D200 von Nikon und dem stabilisierten 100er Makro an der 5DII von Canon nicht möglich waren. Einzelne Aufnahmen dieser Serie gelangen ausnahmsweise selbst bei 1/40 s.

Dass der Ausschuss an unscharfen Aufnahmen dennoch heute höher war als ich es gewohnt bin, lag am Wind, der die Bambusäste zum Schwanken brachte und wieder an mir selber. Meine eigenen Bewegungen konnte die Fokusgeschwindigkeit von Kamera und Objektiv im kontinuierlichen C-Modus nicht ausgleichen.

 

 

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