Geöffnet

Söhrer Forsthaus – Undurchdringliches Weiß.

Das Tor zum Söhrer Forsthaus ist wieder geöffnet und die beiden Parkplätze hinter dem Kreuz vollgeparkt. Aus dem Gasthausgarten dringt Stimmengewirr. Es ist Mittags- und Essenszeit. Von der Rückseite des Gasthauses kommt Essensgeruch und Geschirrklappern herüber.

So ist nicht nur Sommeranfang und Sommer-Sonnenwende, sondern, bei einer stark rückläufigen Corona-Inzidenz, auch wieder Leben eingekehrt. Bei der gestrigen kleinen Runde am Söhrer Forsthaus sind mir, trotz Mittagshitze von 30 Gard Celsius, daher wieder viel mehr Menschen zu Fuß oder auf ihren Fahrrädern begegnet als „damals“ im tief verschneiten Corona-Winter.

Ich wollte mit dem Fujinon 23 mm / f 1,4 an der IR-X-T20 einige Stellen am Forsthaus aufsuchen und erneut fotografieren, die ich in dem Blogbeitrag „Geschlossen“ bei tiefem Schnee und klirrenden Frost von 18 Grad gezeigt hatte, damals mit dem Fujinon 23 mm / f 2,0 an der X-100V und dem JPEG-Rezept B&W Superior von Fuji X Weekly. Jetzt sollte wieder Weiß in den Bildern auftauchen, und zwar das Weiß vom Blattgrün der Infrarot-Aufnahmen aus der X-T20. Die damaligen Stellen sind aber mit dem dichten Grün der Bäume und mittlerweile hohen Gräser nicht wieder zu erkennen; die fotografischen Licht-Schatten-Spiele in dem angrenzenden lichten Buchenwald nicht mehr möglich.


Notizblog

Die Kameraeinstellung mit der Filmsimulation „ACROS + R“ hatte Capture One als Basis für die RAW-Dateien beim Einlesen übernommen. Um auch fotografisch einen Gegensatz zu den früheren Aufnahmen zu setzen, war schnell klar, dass diesmal nur eine RAW-Entwicklung der Aufnahmen in C1 und anschließend eine Stilisierung mit dem Preset „Künstlerisch (High-Key-Effek, gerahmt)“ von Silver Efex Pro in Frage kommt.

Infrarotfotografie benötigt helles Sonnenlicht. Mit aufkommender, teils dunkler Wolkenbildung und der Entstehung von großen, durchgehenden Schattenflächen in der Landschaft wird man zu Geduld angehalten. IR-Aufnahmen im schattigen Wald ohne helles, Kontrast erzeugendes Licht kann man vergessen.

 

 

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