Darßer Weststrand

Im November 2021.

Wir waren dieses Jahr insgesamt zum dritten Mal an dem bekannten Strandabschnitt des Darßer Urwaldes. Unseren ersten Besuch machten wir hier im Februar 2007. Damals hatte ich noch eine Nikon-Kamera dabei, daran eines der ersten stärkeren Weitwinkelzooms für das APSC-Format, das von Tokina auf den Markt gebracht wurde. In Lightroom war mir keine befriedigende Entwicklung der RAW-Aufnahmen gelungen. Gut 10 Jahre später hatte ich mich mit dem RAW-Entwickler Exposer X4 noch einmal an die NEF-Dateien gesetzt und die Ergebnisse hier im Blog präsentiert.

Darßer Weststrand im Februar

In den medialen Beschreibungen werden zumeist die Entwicklungen der digitalen Foto-Technik in den Vordergrund gehoben. Das hat sicher eine Berechtigung. Der Reifeprozess in der Optik-Entwicklung bleibt dabei eher im Hintergrund. Die optischen Defizite einiger (alten) Objektive, wie auch deren schiere Größe und Masse im sog. Vollformat waren letztlich die Gründe, warum ich 2017 noch einmal einen Schritt „zurück“ (APSC) und zum Neuen in der digitalen Fotografie gewagt habe. Obwohl die Fujifilm-Objektive der ersten Generation immer noch beim APSC-Format vorne im Ranking liegen, weisen die neuen Versionen, mit dem Fujinon 18mm/f1,4 WR als erstem Exemplar, in eine Zukunft, in der Abbildungsleistungen und Kontrastverhalten für noch einmal höhere Sensorauflösungen gerechnet worden sind.

Bei den folgenden Aufnahmen hatte ich das Fujinon 16-55mm/f2,8 WR dabei, was im Kleinbildformat etwa den Brennweiten 24 bis 83 mm entspricht. Auch dieses Standardzoom ist vergleichsweise groß und massig und es besitzt keine optische Bildstabilisierung. Es ist schon etliche Jahre auf dem Markt. Mit dem Erwerb habe ich jedoch lange gezögert, weil ich zwischendurch kleine Festbrennweiten mehr favorisiert hatte. Gerade bei so widrigen äußeren Umständen kann es aber seine Stärken ausspielen. Optisch habe ich in den vergangenen Monaten keine Schwachpunkte entdecken können. Im Gegenteil, die Abbildungseigenschaften liegen nach meinem Eindruck durchaus auf hohem Festbrennweiten-Niveau. Wenn man bei YouTube nach aktuellen Videobeschreibungen zu diesem Objektiv schaut, findet man durchaus Berichte neueren Datums, die zu einem ähnlichen Urteil kommen (z.B. Michael Sladek, Dylan Goldby und Andy Mumford).


Notizblog

Die Entwicklung der Aufnahmen vom Weststrand bestand innerhalb von Capture One in einer schlichten RAW-Bearbeitung: Horizont-Ausrichtung, bei ICC-Profil Auswahl von Fujifilm CLASSSIC CHROME, vorsichtige Anpassung von Belichtung, Lichter und Tiefen und nur geringe Anhebung von Klarheit und Struktur – keine Nachschärfung. Das Finish erhielten die Bilder letztlich mit der NIK-Software Color Efex Pro 4. Hier war ich auf das Preset „Tonal Contrast“ gestoßen, welches in der Variante „Standard“ ein räumliche Plastizät erzeugt, die mir mit zahlreichen Versuchen in C1 nicht gelungen war.

 

 

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